Bei Schwierigkeiten ist eine Beurteilung der Zungenfunktion sinnvoll und notwendig.
Einmal kurz Zunge rausstrecken, anheben und Zack, dann wird geschnitten.
Fertig ist die Sache.
Nein, so einfach, wie es so häufig dargestellt wird, ist es nicht. #notaqickfix
Die Vor-und Nachbereitung auf eine Frenotomie ist sehr wichtig. Wenn eine Frenotomie überhaupt nötig ist.
Ich mag es tatsächlich ein wenig mit einem gebrochenen Bein vergleichen: Wenn das Bein über Wochen in Gips ist, kannst du auch nicht nach der Abnahme des Gipses wieder einen Marathon laufen. Die Muskulatur muss erst einmal aufgebaut werden.
Und dieser Schritt passiert bereits in der Vorbereitung für die Frenotomie.
Zusätzlich bedarf es, nach dem Eingriff, ein aktives Wundmanagment und Funktionübungen, damit die Wunde zum einen nicht wieder zusammen wächst und zum anderen um ihre Funktion, bzw. die Zungen- und Gesichsmuskulatur, zu stärken.
Ich arbeite mittlerweile seit Jahren Hand in Hand mit einem Team aus Logopäden, Physiotherapeuten und Chiropraktoren, sowie schneidenden Ärztin zusammen und bin sehr Dankbar für dieses tolle Netzwerk.
Durch eine solche anatomische Beeinträchtigung kann es dazu kommen, das Bewegungnen im Mund- und Rachenbereich nur eingeschränkt bewegt werden können, was eine Vielzahl möglicher Folgeprobleme bereiten kann.
Mögliche Probleme können sein:
- Das Kind ist nicht in der Lage sich an der Brust „anzudocken“
- Das Kind baut kaum ein Vakuum auf. Das Vakuum wird häufig mit einem Klicken oder Schnalzen unterbrochen,
- „Ran-Weg“-Verhalten
- Das Kind verliert beim Trinken an der Brust oder an der Flasche Milch aus dem Mund
- Das Kind schiebt die Flasche bei Trinken ständig vor und zurück
- Schwierigkeiten mit fester Nahrung, auffällig späte Beikostbereitschaft mit winzigen Mengen
- anhaltende Schmerzen beim Stillen, verformte und/oder wunde Brustwarzen
- Schmerzen in der Brust
- Vasospasmus
- rezidivierende Milchstaus, Mastitis
- Probleme bei der Milchbildung (zu wenig, zu viel)
(Quelle: DEFAGOR)
