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Scarlett

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Die Entwicklung des Essverhaltens – warum sie schon vor der Beikost beginnt

Wusstest du, dass die Entwicklung des Essverhaltens bereits im Mutterleib beginnt?

Viele Eltern denken beim Thema Essverhalten zunächst an den ersten Brei, den Beikoststart oder die Frage, ob ihr Baby lieber Brei oder Fingerfood isst. Doch tatsächlich beginnt die Entwicklung viel früher.

Schon während der Schwangerschaft sammelt ein Kind erste Erfahrungen. Und auch nach der Geburt wirken ganz unterschiedliche Faktoren darauf ein, welche Lebensmittel, Geschmäcker und Essgewohnheiten ein Kind später bevorzugt.

Die Entwicklung des Essverhaltens ist deshalb ein langfristiger Prozess, der durch biologische Voraussetzungen, Erfahrungen und die Lebensumgebung geprägt wird.

Pränatale Prägung: Essverhalten beginnt schon im Mutterleib

Bereits während der Schwangerschaft können Kinder unterschiedliche Geschmackseindrücke kennenlernen.

Bestimmte Aromastoffe aus der Ernährung der Mutter können über das Fruchtwasser wahrgenommen werden. Dadurch kommt ein ungeborenes Kind bereits mit verschiedenen Geschmacksrichtungen in Kontakt.

Diese frühen Erfahrungen werden als pränatale Prägung bezeichnet.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft darüber entscheidet, was ein Kind später gerne essen wird. Vielmehr ist sie ein Baustein in einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Einflussfaktoren.

Genetische Präferenzen beeinflussen den Geschmack

Auch unsere Gene spielen bei der Entwicklung von Geschmacksvorlieben eine Rolle.

Eine gewisse Vorliebe für den süßen Geschmack ist beispielsweise bereits von Geburt an vorhanden. Bittere Geschmäcker werden dagegen von vielen Kindern zunächst eher abgelehnt.

Das hat auch einen evolutionären Hintergrund: Süße Geschmäcker können auf energiereiche Lebensmittel hinweisen, während Bitterkeit unter anderem mit potenziell schädlichen Stoffen verbunden sein kann.

Aber auch hier gilt:

Gene sind keine Gebrauchsanweisung.

Sie können bestimmte Vorlieben und Abneigungen beeinflussen, bestimmen aber nicht allein, was ein Kind später gerne oder ungern isst.

Nach der Geburt geht die Geschmacksentwicklung weiter

Mit der Geburt endet die Geschmacksprägung nicht – ganz im Gegenteil.

Beim Stillen können über die Muttermilch unterschiedliche Geschmackseindrücke vermittelt werden. Die Zusammensetzung und damit auch der Geschmack der Muttermilch kann sich abhängig von der Ernährung der Mutter verändern.

Stillen bedeutet deshalb nicht, dass ein Kind automatisch alle Lebensmittel mögen wird, die die Mutter isst. Es ermöglicht aber bereits früh vielfältige Geschmackserfahrungen.

Und auch Kinder, die nicht gestillt werden, entwickeln natürlich ein ganz normales und individuelles Essverhalten. Die Geschmacksentwicklung ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig und nicht von einer einzigen Ernährungsform.

Esskultur prägt, was Kinder als selbstverständlich erleben

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die kulturelle Prägung.

Was wird in einer Familie gegessen?

Wie werden Mahlzeiten gestaltet?

Welche Lebensmittel stehen regelmäßig auf dem Tisch?

Wie wird über Essen gesprochen?

Welche Lebensmittel gelten als „gesund“, „ungesund“, „etwas Besonderes“ oder „verboten“?

Kinder wachsen in einer bestimmten Esskultur auf und übernehmen daraus viele Erfahrungen und Gewohnheiten.

Dabei geht es nicht nur um die Auswahl der Lebensmittel. Auch unser Umgang mit Essen spielt eine Rolle.

Kinder lernen durch Beobachtung

Kinder lernen unglaublich viel durch Imitation.

Sie beobachten ihre Eltern und andere Bezugspersonen und orientieren sich daran, was diese tun.

Wenn Eltern selbstverständlich Gemüse essen, neue Lebensmittel ausprobieren und gemeinsam mit ihrem Kind entspannt am Tisch sitzen, erlebt das Kind diese Verhaltensweisen als normal.

Deshalb ist die Frage

„Was soll mein Kind essen?“

oft gar nicht die einzige entscheidende Frage.

Mindestens genauso wichtig ist:

„Was erlebt mein Kind rund um das Essen?“

Mit zunehmendem Alter gewinnen neben den Eltern auch Geschwister, Freunde und Gleichaltrige an Bedeutung. Besonders in Kindertagesstätten kann deshalb die Gestaltung der Mahlzeiten und die Auswahl der angebotenen Lebensmittel einen wichtigen Beitrag leisten.

Gemeinsame Mahlzeiten schaffen wertvolle Erfahrungen

Gemeinsame Mahlzeiten sind eine wunderbare Möglichkeit, Kindern einen entspannten Umgang mit Essen vorzuleben.

Dabei muss es nicht darum gehen, dass jedes Familienmitglied das Gleiche isst oder der Teller leer gegessen wird.

Viel wichtiger ist die Atmosphäre.

Eine gemeinsame Mahlzeit darf bedeuten:

  • miteinander am Tisch zu sitzen

  • unterschiedliche Lebensmittel kennenzulernen

  • neue Geschmäcker auszuprobieren

  • miteinander zu sprechen

  • Hunger und Sättigung wahrzunehmen

  • Essen ohne Druck und Zwang zu erleben

Wenn es im Familienalltag möglich ist, kann bereits eine gemeinsame Mahlzeit am Tag eine schöne Möglichkeit sein, dieses Vorbild zu schaffen.

Beikost ist mehr als Nahrungsaufnahme

Und genau hier schließt sich der Kreis zur Beikost.

Der Beikoststart bedeutet nicht einfach, dass ein Baby nun möglichst schnell möglichst große Mengen essen soll.

Beikost ist ein Lernprozess.

Ein Baby entdeckt neue Geschmäcker und Konsistenzen. Es lernt, Lebensmittel mit den Händen zu erkunden, Nahrung im Mund zu bewegen, zu kauen und zunehmend selbstständig zu essen.

Dabei ist es völlig normal, dass am Anfang nur kleine Mengen gegessen werden – oder manchmal auch gar nichts.

Beikost ist nicht nur Ernährung. Beikost ist auch Erfahrung.

Druck gehört nicht auf den Teller

Ein wichtiger Bestandteil einer positiven Essentwicklung ist der Umgang mit Hunger und Sättigung.

Kinder müssen nicht lernen, ihren Teller leer zu essen.

Sie dürfen lernen, auf die Signale ihres eigenen Körpers zu achten.

Druck, Zwang oder ständiges Überreden können dagegen dazu führen, dass Essen mit negativen Erfahrungen verbunden wird.

Das bedeutet nicht, dass Eltern einfach alles laufen lassen müssen. Eltern geben den Rahmen vor: Sie entscheiden, was, wann und wo gegessen wird.

Das Kind darf innerhalb dieses Rahmens zunehmend selbst entscheiden, ob und wie viel es davon essen möchte.

Auch Bewegung gehört zur gesunden Entwicklung

Zur Entwicklung eines gesunden Lebensstils gehört neben der Ernährung natürlich auch Bewegung.

Kinder brauchen ausreichend Möglichkeiten, sich zu bewegen, zu spielen und ihre Umwelt aktiv zu entdecken.

Besonders wertvoll sind dabei freie Bewegung und Spiel – möglichst regelmäßig und, wenn es der Alltag erlaubt, auch draußen.

Dabei geht es nicht darum, Bewegung als Mittel zur Gewichtskontrolle einzusetzen.

Kinder dürfen sich bewegen, weil Bewegung ein Grundbedürfnis ist und Freude machen soll.

Die Gewichtsentwicklung hat viele Einflussfaktoren

Auch die spätere Gewichtsentwicklung eines Kindes wird nicht durch einen einzelnen Faktor bestimmt.

Genetische Voraussetzungen, Ernährung, Essumgebung, Schlaf, Bewegung, familiäre Gewohnheiten und viele weitere Faktoren spielen zusammen.

Deshalb wäre es zu kurz gedacht, die Verantwortung für das spätere Gewicht eines Kindes allein bei einem bestimmten Lebensmittel oder einer bestimmten Ernährungsform zu suchen.

Eine ausgewogene Ernährung und ein positiver Umgang mit Essen sind vielmehr Teil eines größeren Ganzen.

Essverhalten entwickelt sich über Jahre

Die wichtigste Erkenntnis lautet deshalb:

Essverhalten entsteht nicht mit dem ersten Brei.

Es entwickelt sich Schritt für Schritt – von den ersten Geschmackserfahrungen während der Schwangerschaft über die Zeit nach der Geburt und den Beikoststart bis hin zu Familienmahlzeiten, Kita, Freunden und der zunehmenden Selbstständigkeit des Kindes.

Als Eltern können wir diese Entwicklung nicht vollständig kontrollieren.

Aber wir können unserem Kind eine Umgebung schaffen, in der es Lebensmittel kennenlernen, unterschiedliche Geschmäcker entdecken und einen entspannten Umgang mit Essen entwickeln darf.

Denn am Ende geht es bei Beikost nicht nur um die Frage:

„Was darf mein Baby essen?“

Sondern auch um die viel größere Frage:

„Welche Erfahrungen möchte ich meinem Kind mit Essen mitgeben?“

Fazit

Die Entwicklung des Essverhaltens beginnt früher, als viele Eltern denken. Sie wird durch biologische Voraussetzungen, frühe Geschmackserfahrungen, die familiäre Esskultur, Vorbilder und die gesamte Lebensumgebung beeinflusst.

Der Beikoststart ist dabei ein wichtiger Meilenstein – aber eben nur ein Teil einer viel längeren Entwicklung.

Beikost darf deshalb vor allem eines sein: eine Zeit des Entdeckens, Lernens und gemeinsamen Erlebens.

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Milcheinschuss- ist ein irreführend, denn deine Milch ist längst da.

„Ist meine Milch schon da?“ – Diese Frage beschäftigt viele werdende und frischgebackene Mütter. Besonders dann, wenn nach der Geburt nicht plötzlich große Mengen Milch aus der Brust kommen oder der erwartete „Milcheinschuss“ ausbleibt.

Die gute Nachricht: Deine Milch ist längst da.

Bereits während der Schwangerschaft beginnt dein Körper damit, Kolostrum zu bilden. Ab etwa der Mitte der Schwangerschaft – häufig wird ungefähr die 20. Schwangerschaftswoche genannt – kann sich die Brust auf die Ernährung deines Babys vorbereiten.

Kolostrum – die erste Milch für dein Baby

Das Kolostrum ist die erste Milch, die dein Baby nach der Geburt bekommt. Es ist zwar mengenmäßig deutlich weniger als die spätere reife Muttermilch, dafür aber besonders konzentriert und optimal auf die Bedürfnisse eines Neugeborenen abgestimmt.

Nach der Geburt verändert sich die Zusammensetzung der Muttermilch Schritt für Schritt. Es passiert also nicht plötzlich: „Jetzt ist die Milch da.“

Vielmehr stellt sich die Brust nach und nach auf die neue Situation ein.

Unter anderem steigen im Verlauf der ersten Tage die Gehalte an Laktose, Fett und α-Laktalbumin, während bestimmte Eiweißbestandteile und Immunglobuline abnehmen. Aus dem Kolostrum entwickelt sich zunächst die sogenannte Übergangsmilch und schließlich reife Muttermilch.

Der „Milcheinschuss“ ist kein Startsignal

Rund um den sogenannten Milcheinschuss verändert sich die Brust bei vielen Frauen deutlich. Sie kann größer, schwerer, wärmer oder gespannter werden. Manche Frauen beschreiben ihre Brüste in dieser Phase sogar als „Betonbrüste“.

Aber: Ein besonders starker Milcheinschuss ist kein Qualitätsmerkmal für eine gute Milchbildung.

Eine sehr starke Brustdrüsenschwellung kann unter anderem dadurch entstehen, dass sich mehr Milch und Flüssigkeit im Brustgewebe ansammeln, als regelmäßig abgeführt werden. Gerade wenn ein Baby noch nicht effektiv oder nicht häufig genug an der Brust trinkt, kann die Brust deshalb sehr prall und gespannt werden.

Das bedeutet im Umkehrschluss:

Keine extrem prallen oder harten Brüste zu haben, ist nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass du zu wenig Milch hast.

Wie oft sollte ein Neugeborenes gestillt werden?

Neugeborene trinken in der Regel sehr häufig. Als grober Richtwert werden etwa 10–12 Stillmahlzeiten innerhalb von 24 Stunden genannt. Dabei handelt es sich nicht um eine starre Vorgabe.

Manche Babys möchten deutlich häufiger an die Brust, andere haben Phasen, in denen sie etwas längere Pausen machen. Entscheidend ist nicht allein die Anzahl der Stillmahlzeiten, sondern das Gesamtbild: Wie effektiv trinkt dein Baby? Gibt es ausreichend nasse Windeln? Entwickelt sich das Gewicht entsprechend? Und wie geht es euch insgesamt?

Gerade in den ersten Tagen ist häufiges und bedarfsgerechtes Stillen wichtig, weil die Brust über die Entleerungssignale des Babys ihre Milchbildung weiter aufbaut und reguliert.

Und wenn du den Milcheinschuss kaum bemerkst?

Auch das kann völlig normal sein.

Nicht jede Frau erlebt den Milcheinschuss als deutliche Veränderung. Manche bemerken plötzlich sehr volle Brüste, andere nehmen vor allem wahr, dass die Milchmenge zunimmt. Bei wieder anderen passiert die Umstellung eher unspektakulär.

Auch der Zeitpunkt kann unterschiedlich sein.

Deshalb gilt: Wie stark du den Milcheinschuss spürst, sagt allein nichts darüber aus, ob deine Milchbildung funktioniert.

Viel wichtiger ist, wie sich dein Baby entwickelt und ob es die Milch effektiv aus der Brust bekommt.

Und manchmal braucht die Milchbildung einfach etwas Zeit, bis sie sich eingespielt hat. Auch das kann vorkommen und bedeutet nicht automatisch, dass etwas nicht stimmt.

Dein Körper arbeitet für dich

Vielleicht hast du dir den Milcheinschuss ganz anders vorgestellt. Vielleicht wartest du auf den Moment, in dem deine Brüste plötzlich riesig, schwer und prall werden.

Aber genau das muss nicht passieren.

Dein Körper beginnt nicht erst nach der Geburt mit der Milchproduktion. Er hat sich schon lange vorher darauf vorbereitet.

Das, was nach der Geburt passiert, ist vor allem eine schrittweise Anpassung an die Bedürfnisse deines Babys.

Also lass dich nicht verunsichern, wenn du keinen spektakulären „Milcheinschuss“ erlebst.

Deine Milch muss nicht laut sein, um da zu sein.

Dein Körper arbeitet nicht gegen dich – sondern von Anfang an für dein Baby.

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High Protein ist überall – aber braucht dein Kind das wirklich?

High Protein ist gerade überall. Im Supermarktregal, auf Social Media und in der Werbung. Produkte mit besonders viel Eiweiß werden als gesund, sättigend und optimal für einen aktiven Lebensstil beworben.

Doch was für Erwachsene sinnvoll sein kann, lässt sich nicht einfach auf Babys und Kleinkinder übertragen.

Denn mehr Eiweiß bedeutet bei kleinen Kindern nicht automatisch mehr Gesundheit.

Wie viel Eiweiß braucht ein Baby?

Im Beikostalter ist der Eiweißbedarf eines Babys vergleichsweise gering. Als grobe Orientierung liegt er bei etwa 1 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung deckt diesen Bedarf in der Regel problemlos.

Zusätzlich bekommen gestillte Babys weiterhin Eiweiß über die Muttermilch. Auch Säuglingsnahrung enthält selbstverständlich Eiweiß.

Es besteht deshalb normalerweise kein Grund, die Ernährung eines Babys gezielt mit besonders eiweißreichen Lebensmitteln anzureichern.

Skyr, Magerquark oder Naturjoghurt?

Gerade bei Milchprodukten fällt der Unterschied auf.

Skyr und Magerquark enthalten deutlich mehr Eiweiß als klassischer Naturjoghurt. Das macht sie für Erwachsene zu beliebten Lebensmitteln, wenn eine eiweißreiche Ernährung angestrebt wird.

Für Babys und Kleinkinder ist dieser hohe Eiweißgehalt aber nicht unbedingt ein Vorteil.

Eine dauerhaft sehr hohe Eiweißzufuhr bedeutet, dass der Körper mehr Eiweißabbauprodukte verarbeiten und über die Nieren ausscheiden muss. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass eine hohe Eiweißzufuhr im frühen Kindesalter mit einem erhöhten Risiko für eine spätere übermäßige Gewichtszunahme beziehungsweise Übergewicht in Zusammenhang stehen kann.

Dabei ist wichtig: Ein einzelnes Lebensmittel macht die Ernährung deines Kindes nicht „zu proteinreich“.

Es geht vielmehr um die gesamte Ernährung und darum, welche Lebensmittel regelmäßig und in welchen Mengen angeboten werden.

Muss mein Kind deshalb auf Quark und Skyr verzichten?

Nein.

Auch Skyr oder Quark können Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein. Entscheidend sind Menge, Häufigkeit und das Gesamtbild der Ernährung.

Es geht also nicht darum, bestimmte Lebensmittel zu verbieten.

Vielmehr lohnt sich die Frage:

Braucht mein Baby wirklich ein Lebensmittel, das speziell auf besonders viel Eiweiß ausgelegt ist?

In den meisten Fällen lautet die Antwort: Nein.

Naturjoghurt ist für die Beikost oft die passendere Wahl

Für die Beikost und Kleinkindernährung ist Naturjoghurt mit einem normalen Fettgehalt häufig eine unkomplizierte Wahl.

Er liefert Eiweiß, aber eben nicht in der extrem hohen Konzentration vieler „High-Protein“-Produkte. Gleichzeitig liefert Milchfett Energie und wichtige Fettsäuren.

Gerade im Säuglings- und Kleinkindalter ist eine ausreichende Energiezufuhr wichtig, denn Kinder befinden sich mitten in einer intensiven Wachstums- und Entwicklungsphase.

Deshalb muss die Ernährung kleiner Kinder nicht den Ernährungstrends der Erwachsenen folgen.

Babys brauchen kein „High Protein“. Sie brauchen eine ausgewogene, abwechslungsreiche und altersgerechte Ernährung.

Und manchmal ist weniger tatsächlich mehr – auch beim Eiweiß.

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Soja in dr Beikost und Kleinkindernährung

Ist Soja in Beikost und Kleinkindernährung tatsächlich problematisch?

Warum gilt Soja als „hormonell“?

Sojabohnen enthalten sogenannte Isoflavone. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die zu den Phytoöstrogenen zählen.

Der Begriff „Östrogen“ sorgt bei vielen Menschen verständlicherweise für Aufmerksamkeit.

Phytoöstrogene sind jedoch nicht mit dem körpereigenen Östrogen gleichzusetzen. Sie können zwar an bestimmte Östrogenrezeptoren binden, wirken im Körper aber anders und deutlich schwächer.

Aus dieser biologischen Eigenschaft lässt sich deshalb nicht automatisch ableiten, dass der Verzehr von Soja bei Babys oder Kindern zu hormonellen Veränderungen führt.

Darf mein Baby Soja essen?

Nach aktuellem Wissensstand gibt es keinen Grund, Soja bei gesunden Babys grundsätzlich aus der Beikost auszuschließen.

Sojahaltige Lebensmittel können – in altersgerechter Form und im Rahmen einer abwechslungsreichen Ernährung – durchaus Bestandteil der Ernährung sein.

Dazu können beispielsweise geeignete Sojaprodukte gehören.

Entscheidend ist dabei wie bei vielen anderen Lebensmitteln:

Nicht die einzelne Portion macht die Ernährung gesund oder ungesund, sondern das Gesamtbild.

Aber was ist mit den Phytoöstrogenen?

Gerade bei diesem Thema lohnt sich ein genauer Blick.

Isoflavone sind natürlicherweise in Sojabohnen enthalten. Die Tatsache, dass ein Lebensmittel einen biologisch wirksamen Stoff enthält, bedeutet aber nicht automatisch, dass dieser Stoff in den üblichen Verzehrmengen gesundheitsschädlich ist.

Auch viele andere Lebensmittel enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die im Körper biologische Wirkungen entfalten.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht:

„Enthält Soja Phytoöstrogene?“

Das tut es.

Die entscheidende Frage ist:

„Führt der Verzehr üblicher Mengen bei Babys und Kindern zu gesundheitlich relevanten Effekten?“

Nach derzeitigem Wissensstand gibt es keinen Anlass, Soja aufgrund seiner Isoflavone pauschal aus der Ernährung gesunder Kinder zu verbannen.

Abwechslungsreich statt einseitig

Trotzdem würde ich Soja nicht als „Superfood“ betrachten, das nun täglich und in großen Mengen auf dem Speiseplan stehen muss.

Denn auch hier gilt:

Vielfalt ist wichtiger als ein einzelnes Lebensmittel.

Eine ausgewogene Beikost besteht aus unterschiedlichen Lebensmittelgruppen und möglichst vielfältigen Geschmäckern und Konsistenzen.

Soja kann dabei eine Möglichkeit unter vielen sein.

Und was ist mit Sojadrinks?

Hier ist eine wichtige Unterscheidung notwendig:

Sojadrink ist kein geeigneter Ersatz für Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung.

Auch wenn ein Sojadrink aus Sojabohnen hergestellt wird, ist er hinsichtlich seiner Nährstoffzusammensetzung nicht mit einer Säuglingsnahrung gleichzusetzen.

Bei Säuglingen ist deshalb zwischen Soja als Lebensmittel in der Beikost und Sojadrink als Milchalternative klar zu unterscheiden.

Was bedeutet das für die Beikost?

Wenn dein Baby beikostreif ist, muss Soja nicht aus Angst vor „Hormonen“ grundsätzlich vermieden werden.

Viel wichtiger ist, auf eine abwechslungsreiche und altersgerechte Ernährung zu achten.

Neue Lebensmittel dürfen kennengelernt werden. Unterschiedliche Geschmäcker und Konsistenzen gehören zur Entwicklung des Essverhaltens dazu.

Und genau darum geht es bei Beikost:

Nicht darum, jedes einzelne Lebensmittel auf seine vermeintlichen „Gefahren“ zu überprüfen.

Sondern darum, Kindern Schritt für Schritt eine vielfältige Lebensmittelwelt zu eröffnen.

Fazit

„Soja ist hormonell“ ist zu kurz gedacht.

Ja, Soja enthält Isoflavone und damit Phytoöstrogene.

Aber daraus folgt nicht, dass normale Mengen Soja für Babys grundsätzlich hormonell bedenklich sind.

Nach aktuellem Wissensstand können Sojalebensmittel bei gesunden Kindern Bestandteil einer abwechslungsreichen Beikost sein.

Wie so oft gilt:

Nicht ein einzelnes Lebensmittel entscheidet über eine gesunde Ernährung – sondern das Gesamtbild.

Und genau dieses Gesamtbild sollten wir bei der Ernährung von Babys und Kleinkindern im Blick behalten.

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Seafood in der Beikost und Kleinkindernährung

Fisch und Meeresfrüchte stehen bei vielen Eltern zunächst nicht unbedingt auf dem Speiseplan, wenn es um die erste Beikost geht. Zu viele Fragen tauchen auf:

Darf mein Baby schon Fisch essen? Was ist mit Meeresfrüchten? Welche Fischsorten sind geeignet? Und besteht nicht eine erhöhte Gefahr, dass sich mein Baby verschluckt?

Die gute Nachricht: Fisch und Meeresfrüchte müssen in der Beikost kein Tabu sein.

Richtig ausgewählt, gut gegart und altersgerecht angeboten, können sie eine wertvolle Ergänzung des Speiseplans deines Babys sein.

Warum Fisch in der Beikost sinnvoll sein kann

Fisch liefert verschiedene wichtige Nährstoffe und kann deshalb Bestandteil einer abwechslungsreichen Beikost sein.

Besonders interessant sind dabei die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA, die unter anderem für die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem eine Rolle spielen.

Außerdem liefert Fisch hochwertiges Eiweiß und je nach Fischart unter anderem Vitamin D, Jod und weitere wichtige Nährstoffe.

Gerade deshalb muss Fisch nicht erst im Kleinkindalter auf dem Speiseplan auftauchen.

Welcher Fisch ist für Babys geeignet?

Bei Fisch kommt es nicht nur auf die Zubereitung, sondern auch auf die Auswahl der Fischart an.

Einige größere und langlebige Raubfische können vergleichsweise hohe Mengen an Methylquecksilber enthalten. Für Babys und Kleinkinder sind deshalb eher Fischarten geeignet, die eine geringere Schadstoffbelastung erwarten lassen.

Geeignete Beispiele können beispielsweise Lachs, Forelle, Seelachs oder Kabeljau sein.

Dabei lohnt sich ein Blick auf aktuelle Empfehlungen zur Fisch- und Schadstoffauswahl, denn nicht jeder Fisch ist gleichermaßen geeignet.

Und was ist mit Meeresfrüchten?

Auch Meeresfrüchte können grundsätzlich Teil einer abwechslungsreichen Ernährung sein.

Dazu gehören beispielsweise Garnelen, Krabben oder Muscheln.

Hier gelten allerdings besondere Anforderungen an die Zubereitung: Meeresfrüchte sollten für Babys immer vollständig durchgegart angeboten werden. Rohe oder nicht ausreichend erhitzte Meeresfrüchte gehören nicht in den Speiseplan von Babys und kleinen Kindern.

Auch bei Muscheln ist besondere Vorsicht bei der Qualität und Frische wichtig.

Sicherheit geht vor

Bei Fisch und Meeresfrüchten gibt es zwei Themen, die Eltern besonders im Blick behalten sollten:

1. Gut durchgaren

Fisch und Meeresfrüchte sollten für Babys vollständig durchgegart sein.

Rohfisch, Sushi, Sashimi oder andere rohe beziehungsweise nicht ausreichend erhitzte Fisch- und Meeresfrüchtezubereitungen sind für Babys nicht geeignet.

Durch ausreichendes Erhitzen lassen sich bestimmte Krankheitserreger und Parasiten reduzieren beziehungsweise abtöten.

2. Gründlich auf Gräten achten

Eine der größten Herausforderungen bei Fisch ist für viele Eltern die Angst vor Gräten.

Und diese Vorsicht ist absolut sinnvoll.

Fisch sollte deshalb vor dem Anbieten sehr sorgfältig auf Gräten kontrolliert werden. Auch wenn ein Produkt als grätenfrei verkauft wird, lohnt sich eine zusätzliche Kontrolle.

Für Babys kann Fisch zunächst beispielsweise sehr fein zerzupft oder püriert angeboten werden. Mit zunehmenden Fähigkeiten kann die Konsistenz entsprechend angepasst werden.

Fisch und Meeresfrüchte altersgerecht anbieten

Nicht nur die Lebensmittel selbst, sondern auch die Form, in der sie angeboten werden, spielt eine Rolle.

Ein Baby sollte Fisch oder Meeresfrüchte immer so bekommen, dass die Konsistenz und Größe zu seinen individuellen Fähigkeiten passen.

Bei Fingerfood können beispielsweise weich gegarte Fischstücke angeboten werden, die das Baby gut greifen und im Mund weiterverarbeiten kann.

Garnelen sollten nicht einfach als große, feste Stücke angeboten werden. Je nach Entwicklungsstand können sie fein zerkleinert oder entsprechend weich und klein angeboten werden.

Altersgerecht bedeutet dabei nicht zwingend „püriert“. Auch Babys können mit zunehmender Entwicklung unterschiedliche Konsistenzen kennenlernen.

Entscheidend ist, dass das Lebensmittel weich genug ist und das Kind beim Essen immer beaufsichtigt wird.

Was ist mit Allergien?

Fisch und Meeresfrüchte gehören zu den Lebensmitteln, die allergische Reaktionen auslösen können.

Das bedeutet aber nicht, dass Eltern diese Lebensmittel vorsorglich über Jahre vermeiden sollten.

Vielmehr spricht heute vieles dafür, potenziell allergene Lebensmittel im Rahmen der Beikost altersgerecht einzuführen und anschließend regelmäßig anzubieten, sofern sie gut vertragen werden.

Beim ersten Anbieten bietet es sich an, das neue Lebensmittel in einer überschaubaren Situation zu geben und auf mögliche Reaktionen zu achten.

Bei bekannten Allergien oder besonderen medizinischen Voraussetzungen sollte die Einführung individuell mit der behandelnden Fachperson abgestimmt werden.

Seafood muss also kein Tabu sein

Fisch und Meeresfrüchte können eine spannende Bereicherung für die Beikost sein.

Es geht dabei nicht darum, möglichst früh möglichst viele Lebensmittel anzubieten. Viel wichtiger ist, dass dein Baby Schritt für Schritt eine vielfältige Auswahl an Lebensmitteln, Geschmäckern und Konsistenzen kennenlernen darf.

Achte dabei auf:

  • eine geeignete Fischart mit möglichst geringer Schadstoffbelastung

  • vollständiges Durchgaren

  • sorgfältige Kontrolle auf Gräten

  • eine alters- und entwicklungsangemessene Konsistenz

  • hygienische und sichere Zubereitung

  • immer eine aufmerksame Begleitung beim Essen

Und dann darf es auch bei Babys ruhig einmal etwas aus dem Meer sein. 

Seafood muss in der Beikost kein Tabu sein. Gut ausgewählt, sicher zubereitet und altersgerecht angeboten kann es eine wertvolle Ergänzung des Speiseplans sein.

Hat dein Baby schon Fisch oder Meeresfrüchte probiert?
Schreib es gerne in die Kommentare!

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Essverhalten bei Neurodivergenz

Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme:
Es erfordert Entscheidungen und ein Gefühl für den eigenen Körper.

Bei neurodivergenten Kindern können genau diese Fähigkeiten belastet sein – und dadurch wird Essen oft anstrengend und kräftezehrend.

Typische Verhaltensmuster:

  • Alles auf einmal essen – das Gehirn kann Belohnungen nicht aufschieben
  • Schwierigkeiten, selbst zu entscheiden, was gegessen wird
  • „Safe Foods“ – immer wieder die gleichen Mahlzeiten, vertraute Strukturen
  • Bestimmte Lebensmittel meiden, nicht aus Geschmack, sondern wegen Konsistenz
  • Essen sortieren oder lange damit spielen, bevor überhaupt gegessen wird

Diese Muster werden häufig als wählerisches Essverhalten (Picky Eating) interpretiert. Dabei können neurodivergente Profile wie ADHS, Autismus oder FAS/FASD die Ursachen sein – oft unerkannt.

Aufgrund der veränderten Wahrnehmung reagieren Kinder sensibel auf Konsistenzen, Temperatur oder Geruch von Lebensmitteln.

  • Würgereflexe können schneller ausgelöst werden
  • Lauwarmes Essen wird als zu heiß empfunden
  • Essenspräferenzen können sehr strikt sein

Manche Kinder entwickeln ein starkes Suchverhalten nach Zucker oder essen heimlich, was ihre Ernährung zusätzlich kompliziert. Gleichzeitig gibt es viele, die ein völlig normales Essverhalten zeigen.

 

Warum mir das Thema so wichtig ist

Neurodivergenz ist Teil unseres Alltags.

Mein Sohn hat mich vor über 11 Jahren mit seinem Essverhalten inspiriert, diesen Blog zu gründen und meine Berufung dadurch zu finden -Familien individuell in ihrer Essbegleitung zu unterstützen.

Mit fachlicher Expertise, Bindungsorientierung und praxisnahen Lösungen helfe ich dir:

  • das Essverhalten deines Kindes zu verstehen
  • Stress rund ums Essen zu reduzieren
  • den Beikoststart und das Familienessen entspannt und genussvoll zu gestalten
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Wie lange darf ein Säugling an der Brust trinken?

10 Minuten? 20 Minuten? Oder länger?
Viele Mamas fragen sich, wie lange eine Stillmahlzeit beim Baby dauern sollte.

Die ehrliche Antwort:
👉 Es gibt keine feste Stilldauer.


Wichtiger als die Dauer: Wie dein Baby trinkt

Beim Stillen zählt nicht die Uhr – sondern das Verhalten deines Babys.

Achte stattdessen auf diese wichtigen Zeichen:

  • Saugt dein Baby aktiv und rhythmisch?
  • Hörst du regelmäßiges Schlucken?
  • Wirkt dein Baby entspannt und zufrieden?

👉 Diese Signale zeigen dir, dass dein Baby gut trinkt und ausreichend Milch bekommt.


Jedes Baby hat sein eigenes Tempo

Jedes Baby ist einzigartig – auch beim Stillen:

  • Manche Babys trinken schnell und effizient
  • Andere lassen sich bewusst mehr Zeit
  • Und manche genießen die Nähe und „erzählen“ dabei ihre ganz eigene Geschichte

👉 All das ist vollkommen normal.


Vertrauen statt Kontrolle

Die Dauer einer Stillmahlzeit ist kein Maßstab für Erfolg.
Viel wichtiger ist, dass dein Baby:

  • satt wird
  • sich wohlfühlt
  • und gut gedeiht

Vertraue deinem Baby – es zeigt dir, wann es genug hat.


Unterstützung beim Stillen

Du bist unsicher, ob dein Baby effektiv trinkt oder die Stilldauer „normal“ ist?

👉 Ich begleite dich einfühlsam auf deinem Weg zu einer entspannten Stillzeit.

 
 
 
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Beikost und das verkürzte Zungenband

Zungenband & Beikost: Kann ein verkürztes Zungenband das Essen beeinflussen?

Ein verkürztes Zungenband (Ankyloglossie) kann sich auf das Essverhalten deines Kindes auswirken – besonders während der Beikosteinführung.

Denn die Zunge spielt eine zentrale Rolle beim:

  • Kauen
  • Transportieren der Nahrung im Mund
  • sicheren Schlucken

Typische Schwierigkeiten beim Essen

Ist das Zungenband eingeschränkt, kann es deinem Kind schwerfallen:

  • Nahrung im Mund gezielt zu bewegen
  • ausreichend zu kauen
  • sicher zu schlucken

Mögliche Anzeichen im Alltag

Ein eingeschränktes Zungenband kann sich beim Essen so zeigen:

  • häufiges Würgen oder Husten
  • Probleme mit stückiger Kost
  • Nahrung fällt immer wieder aus dem Mund
  • Frust oder schnelle Ablehnung beim Essen

👉 Diese Signale können auf Herausforderungen in der oralen Motorik hinweisen.


Wichtig zu wissen

Nicht jedes Essproblem hat seine Ursache im Zungenband.
Aber: Es kann ein entscheidendes Puzzleteil sein, das oft übersehen wird.

👉 Eine ganzheitliche Betrachtung ist daher besonders wichtig.


Entspannt durch die Beikostzeit

Die Beikosteinführung sollte vor allem eines sein:
ein Lernprozess – kein täglicher Stress.

Wenn dein Kind Schwierigkeiten beim Essen zeigt, lohnt es sich, genauer hinzuschauen und mögliche Ursachen sanft abzuklären.


Unterstützung für dich & dein Kind

Du bist unsicher, ob das Zungenband eine Rolle spielt?

👉 Ich unterstütze dich dabei, die Situation richtig einzuschätzen und einen entspannten Weg für euch zu finden.

Melde dich gerne bei mir für eine individuelle Beratung.

 
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Altbackenes Brot-zu schade zum wegwerfen

Es gibt doch kaum etwas Besseres als frisches, knuspriges Brot vom Bäcker oder direkt aus dem eigenen Ofen. Doch so lecker es auch ist – leider hält sich frisches Brot nicht besonders lange. Und egal wie sehr man versucht, alles aufzubrauchen, manchmal bleibt doch ein Stück übrig, das keiner mehr so richtig essen möchte.

Viel zu oft landet es dann im Müll.

Aber halt – das muss gar nicht sein! Altbackenes Brot lässt sich noch in viele richtig leckere Gerichte verwandeln.
Ich habe euch hier 10 Tipps zusammengestellt: 

Bratlinge: Am häufigsten hauche ich altem Brot neues Leben ein, in dem ich einfach Bratlinge daraus mache. Egal ob warm oder kalt, sie schmecken einfach immer! Rezept findet ihr hier.

Toasten/Aufbacken: schnellste und einfachste ist es altes Brot zu toasten, im Backofen aufzubacken oder mit etwas Öl in der Pfanne anzubraten.

Semmelknödel: Nicht nur aus Brötchen und Brezeln lasse sich super lecker Knödel herstellen. 

Croûtons:  Klassisch in kleine Würfel schneiden, in einer Pfanne mit etwas Butter knusprig braten und als Suppeneinlage oder zum Salat verwenden. Ihr könnt sie auch mit Kräutern oder süß mit etwas Vanillezucker verfeinern. Übrigens: auch super als Snack geeigent.

Brotchips: statt in Würfel könnt ihr das Brot auch in dünne Scheiben schneiden,  so dass ihr leckere Chips erhaltet. Einfach mit Öl und  Kräutern, Knoblauch, Paprika etc würzen im Backofen einige Minuten knusprig backen.

Paniermehl: einfach hartes Brot mahlen

 

Arme Ritter:  Auch ein sehr beliebter Klassiker. Älteres Brot  einfach in einem Ei-Milch Gemisch wenden und anschließend in Butter/Öl herausbraten.

 

Scheiterhaufen: Nicht nur zur Resteverwertung vom Brot geeignet. Nein, auch nicht mehr so schönes Obst kann verwendet werden. Ein klassisches Rezept mit Äpfel findet ihr hier.

Zupfbrot: ein absoluter Hingucker bei jeder Party oder auch super für einen Grillenabend. Dafür altbacken Brot von oben schachbrettmusterartig (2 x 2 cm) einschneiden. Anschließend Reihe für Reihe dann nach Belieben befüllen z.B. mit Speck, Paprika, Lauchzwiebeln, Käse, diversen Kräutern und Knoblauch. Alles mit Öl beträufeln und für 20 Minuten im Backofen backen.

Brotauflauf: Nicht nur süß als Scheiterhaufen, sondern auch Herzhaft mit Schinken, Gemüse        nach Wahl und Käse lässt sich Brot zu einem schnellen und leckeren Auflauf verarbeiten.

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Intuitives Stillen – zurück zum Wesentlichen

Eigentlich braucht es zum Stillen nur zwei Dinge: eine Mutter und ihr Baby.

Intuitives Stillen bedeutet, deiner Intuition zu vertrauen.
Deinem Instinkt.
Und den angeborenen Reflexen deines Babys.

Klingt einfach.
Und doch empfinden so viele Frauen gerade den Stillstart als herausfordernd.

Warum?

Weil wir gelernt haben, alles kontrollieren zu wollen.
Zeiten. Abstände. Techniken. Checklisten.
Gut gemeinte Ratschläge von allen Seiten.

Doch genau das nimmt oft das, was dein Baby am meisten braucht:
Ruhe.

Ruhe, um auf dieser Welt anzukommen.
Ruhe, damit seine Reflexe wirken können.
Ruhe, damit ihr euch aufeinander einspielen könnt.

Hinzu kommt:
Es gibt keine einheitlichen Ausbildungsstandards im Bereich Stillen.
Fachwissen, persönliche Erfahrungen und Meinungen vermischen sich – und zurück bleibt häufig Verunsicherung.

Ich stehe für Klarheit statt Dogmen.
Für fundiertes Wissen statt Mythen.
Und für Vertrauen in die Natur – kombiniert mit moderner, evidenzbasierter Begleitung.

Je mehr Vertrauen du in dich und dein Baby entwickelst, desto leichter darf es werden.

Du musst es nicht perfekt machen.
Ihr dürft es gemeinsam lernen.

Ich begleite dich auf diesem Weg –
entweder in einem Stillvorbereitungskurs oder in einem individuellen Stillvorbereitungsgespräch, ganz auf dich und deine Situation abgestimmt.

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